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ALPE 2010

26 ALPE | sommer fünf Jahren veranstaltete „Internationale Treffen der Alphornbläser“ mit Bergmesse und traditionellem Puflatschfest zu den nachhaltigsten Erlebnissen, die der Almsommer zu bieten hat. Urban Rier, Anton Fill, Martin Silbernagl und Peter Sattler, die heutige Mannschaft, verbindet in erster Linie die Freude an der Musik, aber auch eine intensive Freundschaft und Kameradschaft, die ein so langes Zusammenspielen erst ermöglicht. Seit ihrer Gründung vor dreißig Jahren war der Alphornbläsergruppe „Seiser Alm“, die übrigens die erste ihrer Art in Südtirol war, ein unglaublicher Erfolg beschert. Neben großen Auftritten in Deutschland, der Schweiz, in Italien und Österreich gab es sogar eine eigens für sie organisierte Tournee nach Japan! Höhepunkt war aber zweifelsohne die Einladung der Berliner Philharmoniker zu deren Weihnachtsfeier in der Bundeshauptstadt. „Das war für uns eine grandiose Anerkennung“, erinnert sich Urban, „wir spielten vor einem ausgewählten Publikum von Musikern und Personen des öffentlichen Lebens und wurden mit tosendem Applaus bedacht.“ Konzerterfolge. Man muss sich das vorstellen: Vier gestandene Männer in der Kastelruther Tracht stellen sich auf die Bühne, füllen den großen Konzertsaal mit den getragenen urigen Tönen des Alphorns - und Maestro Abbado applaudiert hingerissen! Rückblickend hat den vier Alphornbläsern von der Seiser Alm der ganze Trubel schon recht Spaß gemacht, obwohl es manchmal auch ganz schön stressig war. Zum Glück sind Alphörner heute leicht zu transportieren. Zerlegt, werden die drei Teile ineinander geschoben und in einem Schutzetui verstaut. Früher war es unmöglich, mit den drei- bis vier Meter langen Hörnern auf Wanderschaft zu gehen. Da waren sie nämlich noch aus einem einzigen Stück gefertigt. Dazu wurde ein gekrümmter Baumstamm der Länge nach halbiert, die beiden Hälften schabte man aus und anschließend setzte man sie wieder zusammen, dichtete sie mit Harz oder Bienenwachs ab und band sie mit Zweigen, Draht oder Schnur zusammen. Heute hingegen verwenden die Hornbauer Fräsmaschinen und hochwertige Kleber, die Teile werden mit Messingbuchsen zusammengesteckt. Außerdem verfügen „moderne“ Alphörner über Mundstücke aus Holz. „Früher wurde nur eine Vertiefung in das Instrument geschnitzt“, erklärt Urban den Unterschied, und man kann sich gut vorstellen, um wie viel angenehmer dies für die Lippen ist. Am liebsten spielen die Vier auf der Seiser Alm. Die wirkt wie eine riesige Freiluftarena und gibt den Tönen eine Fülle und eine Mächtigkeit, wie sie in keinem Konzertsaal erreicht werden kann. Das Alphorn ist ja eigentlich für die freie Natur er dacht worden, sinniert Urban. Der Klang trage über weite Entfernungen, weshalb es früher von Hirten als Rufinstrument für ihre Herde oder als Verständigungsmittel von Alm zu Alm verwendet wurde. Das ruhige, langatmige Spiel mit den Naturtönen inmitten einer schönen Landschaft wirke außerdem wie Meditation, entspannend und doch die Sinne schärfend für die Mysterien der Natur. Und die warmen tiefen Urtöne wärmen das Herz derer, die ihnen lauschen. « Die „Alphornbläser Seiser Alm“ entlocken ihren Instrumenten unverwechselbare Naturtöne. Ihre Immobilien-Agentur im Schlerngebiet PROFANTER Armin Profanter Profanter Immobilien • geldanlagen • versicherungen • immobilien • verwaltungen 39040 KASTELRUTH - Paniderstraße 5 Tel. 0471 707 248 - Mobil 348 383 27 88 - Fax 0471 707 380 www.agentur-profanter.com - info@agentur-profanter.com BÜROZEITEN: Montag bis Freitag von 8.00 bis 12.30 Uhr und von 14.00 bis 17.00 Uhr; Samstags von 10.00 bis 12.30 Uhr

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