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10. September 2010 · Nr. 17 · Seite 3
Liebe Leser,
in diesen Tagen wird der Meraner Stadtanzeiger
ein Jahr alt. Dies ist ein Anlass,
um zurückzublicken und jenen zu danken,
deren Einsatz – zum Großteil ehrenamtlich
– den Erfolg erst möglich gemacht
hat, nämlich unseren Mitarbeitern.
Jedem gebührt aufrichtig Dank für
die Unterstützung, die Mitarbeit, für die
vielen besonderen Ideen und deren Verwirklichung.
Wir haben den Geburtstag im Götzfried
Keller an der Gampenstraße oberhalb
von Lana gebührend gefeiert. Wir danken
der Familie Malleier für die großzügige
Einladung und Bewirtung.
Zum ersten Geburtstag sei mir erlaubt,
jede einzelne Mitarbeiterin und jeden
einzelnen Mitarbeiter (in alphabetischer
Reihenfolge) und ihre/seine Beiträge zu
nennen.
Alexander Dilitz
In der Kolumne „Der Stieglitz“ zeigt
er mit spitzer Feder auf, was in unserer
Stadt so läuft bzw. schief läuft.
Reinhold Ebner
Seine besonderen Fähigkeiten stellte er
bei der Gestaltung des Layouts der Titelseite
unter Beweis, das seine Handschrift
trägt. Seine Schwarz/Weißfotos
und Fotos zu Berichten und auf der Titelseite
zeugen von großer Professionalität.
Außerdem ist er ein unversiegbarer
Fundus an Ideen.
Walter Egger
Alles, was mit Geschichte unserer engsten
Heimat zu tun hat, fällt in seinen
Bereich. So können wir den Lesern
Beiträge zur Heimat und ihrer Geschichte
bieten.
Sophie Eisath
Ihr Mondkalender ist ein fixer Bestandteil
unserer Zeitung. Darin gibt
sie Ratschläge zur besseren Nutzung
des positiven Einflusses des Mondes.
Gudrun Esser
Sie hat einen guten Draht zu allen
wichtigen Leuten in unserer Stadt und
bringt unsere Leser mit ihren Beiträgen
auf den neuesten Stand.
Markus Fritz
Er ist unser Literaturexperte. Ohne Zögern
stellte er uns seine umfangreichen
Rezensionen zur Verfügung, die in un-
serer Zeitung einen wichtigen Bereich
abdecken.
Luis Fuchs
Dichter, Werke, Worte und ihre Ableitungen,
Sprache und ihre Irrungen
sind seine große Leidenschaft. Sein
Witz und sein profundes Wissen geben
eine unverwechselbare Mischung, die
jeden Leser begeistern muss. Die Sprüche
zur Zeichnung vom Passer Fritz
auf Seite 3 stammen ebenfalls aus seiner
Feder.
Conny Hölzl Gamper
Sie ist Literaturexpertin. Ihre Rezensionen
wechseln sich in unserer Zeitung
mit denen von Markus Fritz ab.
Gerhard Hölzl
Er leistet einen sehr wertvollen Beitrag,
indem er direkt aus der Gemeindestube
berichtet. Durch seinen Einsatz
erhält die Arbeit des Meraner Gemeinderates
die nötige und verdiente
Bekanntheit.
Klaus Innerhofer
Er trägt die presserechtliche Verantwortung
für unsere Zeitung. In einigen
heiklen Fragen konnten wir auf seine
Kompetenz zählen.
Andreas Kaltenmarkt
Er sorgt dafür, dass das Ergebnis unserer
Arbeit unter die Leute kommt. Unzählige
Kilometer und viel Fußweg hat
er für uns schon zurückgelegt. Er ist
auch ein kritischer Leser unserer Zeitung
und hat manche Idee eingebracht.
Ulrich Ladurner
In der Rubrik „Fenster zur Welt“ führt
er unsere Leser aus der Stadt hinaus an
die Schauplätze der Welt. Dadurch erfuhr
der Meraner Stadtanzeiger eine
sehr wertvolle Ergänzung.
Herbert Lahn
Seine Mitarbeit begann mit dem Zeichnen
der Kirchen auf den Seiten der
Pfarrnachrichten. Seine Zeichnungen
vom Passer Fritz sind der Hingucker
auf Seite 3.
Adelheid Larch
Sie ist ganz neu im Team und wird unsere
Leser/innen als Ernährungstherapeutin
beraten.
Johannes Ortner
Seine Erklärungen zu den Flurnamen
sind einmalige Beiträge zur Heimat-
Vour an Johr isch dr Stodtonzoagr kemmen untr di Lait,
di nuigierign Burggräfler hoobm se driibr aa gfrait.
Mit an Fuirwerk ’s Jubiläum i feiern tua,
in Blattl winsch i nou viel Johr drzua.
Zum Titelthema
kunde, die man sich sonst mühsam in
der Fachliteratur zusammentragen
müsste.
Daniel Pichler
Er ist für das Layout der Zeitung zuständig.
An manchen Tagen erledigt er
ein unglaubliches Arbeitspensum. Mit
vielen seiner interessanten Ideen hat
sich das Aussehen unserer Zeitung ständig
verbessert. Außerdem ist er ein Spezialist
für alle computertechnischen
Fragen.
Silvia Plasinger
Sie ist unsere Frau draußen an der
Wirtschaftsfront. Unermüdlich fährt
sie von Kunden zu Kunden und sorgt
dafür, dass wir finanziell über die Runden
kommen. Außerdem versorgt sie
unsere Tierseite mit Texten und Ratschlägen.
Erik Platzer
Seine „Motivationsspritzen“ halfen
uns über manche Zweifel hinweg. Ganz
selbstverständlich stellt er uns die Rezepte
aus dem Vinschgauer Kochbuch
zur Verfügung.
Egon Schenk
Seine Informationen zu Wirtschaftsthemen
bringen etwas Licht in den Bürokratie-
und Gesetzesdschungel unseres
Staates. Dank gebührt ihm auch für
seinen Beistand in allen bürokratischen
und steuerrechtlichen Belangen.
Franz Summerer
Er ist unser Mann für die Sterne und
das Firmament. Seine Texte sind feinsinnig
und auf unterhaltsame Weise
sehr informativ. Durch seine Beiträge
hat sich uns der Himmel offenbart.
Helmuth Tschigg
Ohne ihn gäbe es den Meraner Stadtanzeiger
nicht. Ein arbeitsreiches Jahr
liegt hinter ihm. Sein Mut, sein Optimismus,
seine Unbeirrbarkeit und seine
Zielstrebigkeit waren die Voraussetzungen
für das Gelingen des Neustarts.
Neue Ideen, neue Rubriken und immer
wieder neue Mitarbeiter waren die
Schritte in die richtige Richtung. Ihm
gebührt besonderer Dank!
Elfi Zöggeler Gabrieli
Sie schreibt für unsere Zeitung historische
Beiträge. Viel Interessantes und
Wissenswertes konnte sie unseren Lesern
vermitteln. Margareth Bernard
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Fenster zur Welt
Spenden
von Ulrich Ladurner
Viele von uns fragen
sich, ob wir
den Flutopfern
Pakistans helfen
sollen? Denn die
Politiker dort sind
bis auf die Knochen
korrupt. Das
gespendete Geld wird daher gewiss
nicht bei den Bedürftigen ankommen.
Die Sorge ist berechtigt. Ich will eine
Reihe von Gründen nennen, warum
wir trotzdem spenden sollten.
Aus Menschenliebe. Wir dürfen
nicht tatenlos zusehen, wenn andere
Menschen massenhaft leiden. Selbst
dann, wenn diese anderen tausende
Kilometer entfernt von uns leben,
und wir sie vielleicht nie zu Gesicht
bekommen.
Aus Eigeninteresse. Pakistan hat die
Atombombe. Pakistan wird erschüttert
vom Kampf gegen den religiösen
Extremismus. Pakistan
grenzt an Afghanistan, wo die
NATO einen Krieg führt. Pakistan
wird, gemessen an der Bevölkerungszahl,
in zwanzig Jahren zum
viertgrößten Staat der Erden werden.
Pakistan könnte zerfallen. Für
diesen Fall könnte die NATO in einen
Strudel aus Krieg und Bürgerkrieg
hineingezogen werden.
Kurzum: Das Schicksal dieses Landes
berührt unsere Interessen sehr
direkt. Darum sollten wir dazu beitragen,
es zu stabilisieren. Eine
Spende jetzt ist ein Beitrag dazu.
Denn es sind zwanzig Millionen
Menschen betroffen – das ist jeder
neunte Pakistaner. Pakistan aber
kann nur stabil bleiben, wenn seine
Menschen an diesen Staat glauben.
Und das werden sie nur tun, wenn
die Flutopfer bald eine Perspektive
haben.
Weil trotz allem etwas ankommt.
Selbst wenn viele Spendengelder in
den Taschen korrupter Beamter und
Politiker verschwinden sollten. Viel
Geld wird ankommen. Warum? Weil
die Hilfsorganisationen dazu gelernt
haben.
Sie finden immer öfter und immer
bessere Wege, um die Korruption zu
umgehen.
Weil nicht alle Pakistaner korrupt
sind. Wer in diesen Tagen durch Pakistan
reist, der trifft tausende Freiwillige
Pakistaner, die ihren Landsleuten
selbstlos helfen. Ärzte, Lehrer,
Krankenschwestern, Geschäftsleute,
Soldaten, Architekten — ein
ganzes Heer hat sich aufgemacht,
um den Notleidenden beizustehen.
Diese Menschen verdienen unseren
aktiven Beistand.
Pakistan will kein Bettelstaat werden.
Die Pakistaner hoffen auf
Spenden, doch sie wollen nicht auf
Dauer darauf angewiesen sein. Sie
wollen keine Nation von Bettlern
werden. Sie wollen, dass man ihnen
jetzt hilft, auf die Beine zu kommen.
Gehen werden sie dann alleine.