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Radius Alpine Technologie 2010

Zurperson Andreas Winkler managt den Bereich Alpine Technologien im TIS innovation park. Winkler ist hauptverantwortlicher Koordinator der Unternehmenskooperationen, die innerhalb der Cluster Bau, Holz &Technik, sports & winterTECH sowie Zivilschutz & Alpine Sicherheit zustande kommen. In die Netzwerkarbeit des Bereichs Alpine Technologien sind über 400 Südtiroler Unternehmen eingebunden. auseinander setzen. Die Entwicklung und der Vertrieb völlig neuer künstlicher und temperaturunabhängiger Gleitflächen birgt große Chancen für neue Märkte. Weiteres Innovationspotenzial liegt aber nach wie vor in der Optimierung von Energieeffizienz, Wasserverbrauch, Herstellungskosten, Betriebstemperatur und Steigerung der Schneequalität. radius: Worauf muss generell bei Neuentwicklungen im Sportbereich geachtet werden? a. Winkler: Sport im alpinen Gelände muss immer den Sicherheitsfaktor im Auge behalten. Hier gibt es bereits viele innovative Ansatzpunkte. Beispielsweise können Protektoren entwickelt werden, die durch den Einsatz von Sensortechnik dabei helfen, Ski- oder Mountainbike-Unfälle zu verhindern oder wenigstens die Unfallfolgen zu mildern. Gleichzeitig müssen auch Schadstoff- und Lärm-Emissionen reduziert werden. radius: Sie sprechen das Thema Elektromobilität gerade selbst an. Gibt es hier nur Nutzungsmöglichkeiten im Tourismus oder sehen Sie auch Innovationspotenzial für andere Sektoren? a. Winkler: Eine Positionierung Südtirols als Modellregion für Elektromobilität würde nicht nur eine Steigerung der Lebensqualität im Land bewirken, sondern auch die Attraktivität und Einzigartigkeit des Landes als Tourismusdestination erhöhen. Touristische Gebiete in Südtirol könnten in Zukunft zur „verbrennungsmotorfreien“ Zone werden. Die Gäste gelangen mit einer Elektro-Seilbahn in ihr Feriengebiet, steigen dort in den Elektro-Bus um und werden in ihr aktuell Hotel gebracht, wo ihnen ein Elektro- Auto oder ein Elektro-Fahrrad zur Verfügung gestellt wird. Gemeinsam mit Südtiroler Unternehmen beschäftigen wir uns im TIS innovation park bereits intensiv mit dieser Herausforderung. Wir haben eine Arbeitsgruppe installiert, die Konzepte für touristische Modellregionen entwickeln soll, die sich durch eine Verkehrsinfrastruktur auszeichnen, die verstärkt auf Elektromobilität setzt. radius: Jetzt reden wir wieder über den Tourismus. Wie sieht es mit anderen Sektoren aus? a. Winkler: In verschiedenen Südtiroler Unternehmen ist eine große Fachkompetenz und Erfahrung in der Entwicklung und dem Bau von Klein- und Kleinstfahrzeugen, von land- und forstwirtschaftlichen Geräten und Fahr- Vision: Elektroantrieb für Pistenfahrzeuge Zivilschutz: Multifunktionalität von Geräten und Fahrzeugen zeugen sowie von Pistenfahrzeugen vorhanden; eine Erweiterung auf Elektroantrieb wäre technisch handhabbar und würde den beteiligten Unternehmen neue Märkte erschließen helfen. Auch die Automatisierung landwirtschaftlicher Tätigkeiten durch den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien ist möglich. GPS, 3D-Sensortechnik und digitalisierte Daten zur automatischen Steuerung von Geräten zum Mähen, Wenden, Schwaden, Aufnehmen gehören ebenfalls zum weiten Innovationsfeld. radius: Zum Bereich der Alpinen Technologien im TIS gehören auch die Cluster Bau und Holz. Welche Schwerpunkte legen Sie hier? a. Winkler: Verkürzt würde ich es auf den Nenner bringen: Landschaft, Design, Automatisierung. Die verbesserte 13/2010 29

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