Get the FLASH PLAYER to view this magazine:
- or -
View as HTML version
aktuell
48 10/2011 10/2011
49
So viel wie nötig,
so wenig wie möglich
Sind Sie schon einmal zum Schneeschaufeln verdonnert
worden? Vielleicht dazu, eine Garagenzufahrt freizuschaufeln,
vielleicht auch einen Gehsteig? Mühsam, nicht wahr?
Nun nehmen Sie die Mühsal mal 200.000, dann wissen Sie,
was der Winterdienst des Landes zu leisten hat. Winter für
Winter, auch mit einem Auge auf den Umweltschutz.
Klar ist: Sicherheit geht vor! Vordringliche Aufgabe
des Winterdiensts des Landes ist schließlich für befahrbare
Straßen zu sorgen, unabhängig von Schneefällen oder Kälte.
Schon dies ist eine Herkulesaufgabe, wenn man bedenkt,
dass das Straßennetz in Südtirol 2756 Kilometer umfasst.
Eine Straße an die andere gehängt und allesamt gerade gerückt
käme man demnach auf Südtiroler Straßen von Bozen
nach – sagen wir – Jerusalem. Oder anders: Der Straßendienst
mit seinen rund 500 Bediensteten kümmert sich um
über 18 Millionen Quadratmeter Straßen, das sind 2527
Fußballfelder, die geräumt und/oder gestreut werden müssen.
Logistik und Umweltschutz
Wer nun glaubt, dass dies zwar alles beeindruckende Daten
seien, das Räumen und Streuen von Straßen aber keine Wissenschaft,
der täuscht sich, und zwar gewaltig. Und er tut
denen Unrecht, die Winter für Winter für unsere Sicherheit
auf den Straßen sorgen. „Unser Ziel ist, die Straßen befahrbar
zu halten, was schon allein einen riesigen logistischen
Aufwand bedeutet“, so Landesrat Florian Mussner, in dessen
Zuständigkeit der Straßendienst fällt. Ein Aufwand, der sich
nicht allein darauf beschränkt, genügend Männer, genügend
Fahrzeuge, genügend Gerätschaften und genügend Salz an
den richtigen Stellen im Land bereitzuhalten. „Die Logistik
ist nur eine Seite der Medaille, der Umweltschutz im Zusammenhang
mit dem Winterdienst eine ganz andere, nicht
weniger interessante, gleichzeitig aber auch nicht weniger
aufwändige“, so Mussner.
Wenn’s um die Umwelt geht, dann ist weniger die Schneeräumung
ein Problem, denn sie ist im Grunde nichts anderes, als
Wasser in seinem festen Zustand von der Straße zu schieben.
Was sehr viel mehr Gedanken an die Umwelt und deren
Schutz aufkommen lässt, ist dagegen die Streuung der Straßen,
die dafür sorgt, dass Autofahrer möglichst auch bei niedrigen
Temperaturen nicht die Bodenhaftung verlieren. Dafür wird
Splitt gestreut oder – noch weit öfter – Salz in allen seinen
Formen. „Man muss sich vor Augen halten, dass bei einem
einzigen Streudurchgang auf allen Straßen Südtirols rund 361
Tonnen Salz ausgebracht würden“, so der Landesrat.
… so wenig wie möglich
Damit dieser Salzberg nicht effektiv auf den Straßen (und
damit früher oder später in der Natur) landet, kommen
Wissenschaft und Hochtechnologie zum Einsatz – und das
Leitmotiv: So viel wie nötig, so wenig wie möglich. So zeigen
Studien (und die Erfahrung), dass Fahrbahnglätte am besten
vermieden wird, wenn man ihr vorbeugt und sie nicht
etwa erst bekämpft, wenn sie schon da ist. „Je früher wir die
Gefahr erkennen, desto geringer ist auch der Salzbedarf und
damit das Schadenspotential für die Umwelt“, so Mussner.
Deshalb behält der Straßendienst im Winter nicht nur den
Straßenzustand im Blick, sondern intensiv auch das Wetter.
Schlägt es um, müssen Straßenwärter und Maschinen schon
unterwegs sein. Doch kommt es nicht nur auf den optimalen
Zeitpunkt der Streuung an. Vielmehr muss das Salz, das auf
der Straße landet und dort ein Vereisen verhindert, auch in
der optimalen Dosis ausgebracht werden, die wiederum von
Witterungsbedingungen und Feuchtigkeit, vor allem aber
von Luft- und Fahrbahntemperatur abhängt. Wie haben wir
uns das nun im Alltag vorzustellen: Tritt der Straßenwärter
mit dem Thermometer vor die Tür, misst die Temperatur,
setzt sie in Streutabellen ein und braust dann – die entsprechende
Dosierung eingestellt – mit dem Streufahrzeug los?
Mitnichten! Streufahrzeuge sind heute High-Tech-Geräte,
die viel mehr können, als Salz oder Splitt gleichmäßig auf
der Fahrbahn auszubringen. Vielmehr sind moderne Streufahrzeuge
mit Infrarotsensoren ausgestattet, die laufend die
Fahrbahntemperatur messen. „Schließlich decken wir mit
einem Fahrzeug eine Strecke von rund 20 Kilometern ab,
eine Strecke also, auf der sich Temperatur und Witterungsverhältnisse
auch deutlich verändern können“, erklärt dazu
Paolo Montagner, der Chef des Landesstraßendienstes. Die
vom Sensor gemessene Temperatur dient dazu, laufend die
Streumengen-Dosierung anzupassen – auch dies vollautomatisch.
„So stellen wir sicher, dass wirklich nur die effektiv
notwendige Menge Salz gestreut wird – aus ökologischen
Gründen zuallererst, aber natürlich auch aus ökonomischen“,
so Montagner.
Der Blick voraus
Ist derzeit die Feuchtsalz-Streuung auch das Optimum, heißt
dies doch nicht, dass man nicht weiter forscht. „Es wird an
der Entwicklung von neuen, noch umweltfreundlicheren
Streumethoden gearbeitet. Derzeit gibt’s aber noch keine
wirklich konkreten Ergebnisse dieser Forschungsarbeit“,
Jedes Jahr aufs Neue: Schnee und Eis machen es
erforderlich. Mit Kommunalmaschinen der
Firma Hell aus Eppan, ist es ein Leichtes Straßen,
Parkplätze und Betriebsgelände vom glitschigen
Schnee und Matsch zu befreien.
Als Vermarkter hochwertiger Fahrzeuge, Zusatzgeräte
bzw. Aufbaugeräte für den Winterdienst renommierter
Hersteller für alle Einsatzzwecke in der modernen Straßenunterhaltung
ist das Unternehmen ein kompetenter Partner,
wenn es darum geht, Sie fachkundig zu beraten, sowie
robuste und erprobte Maschinen und Geräte zu verkaufen
oder verleihen. Maschinenringfahrer, Gemeinden und auch
das Land Südtirol greifen gerne auf das Angebot zurück,
denn sie profitieren dabei von einer breiten Auswahl hochwertiger
und flexibel einsetzbarer Maschinen und Geräte,
z. B. der Marke Schmidt, europaweiter Marktführer im Bereich
Winterdiensttechnik, mit deren Geräten und jahrelangen
Erfahrung eine schnelle und effiziente Schneeräumung
jeglicher Art von Straßen heute kein Problem mehr ist. Die
Kommunalmaschinen zeichnen sich neben ihrer enormen
Räumleistung und Laufruhe durch hohen Bedienkomfort
und geringen Verschleiß aus.
aktuell
erklärt Montagner. Zudem denkt man auch noch weiter:
„Man kann bereits bei der Planung neuer Straßen dafür
sorgen, dass diese mit einem Minimum an Betreuung auch
im Winter auskommen, was sich wiederum positiv auf die
Umwelt – und langfristig auch auf den Landessäckel – auswirkt“,
so Mussner.
Wenn Sie also das nächste Mal die Garageneinfahrt freischaufeln,
denken Sie daran: Hinter Ihrem Schaufeln steckt
Willens- und Muskelkraft, hinter einer professionellen, noch
dazu umweltschonenden Winterräumung aber so viel mehr:
Know-how, High Tech und eine ganze Mannschaft motivierter,
stets einsatzbereiter Straßenwärter ...
Sicher durch den Winter
Die Firma Hell ist Ihr Spezialist für saubere und professionelle
Lösungen, Ihr Partner für Verkauf, Vermietung,
Wartung und Reparatur. Zuständiger Berater Eduard Mair
Tel. 335 6926333.
INFO
Hell Landmaschinen GmbH
Boznerstr. 4 | 39057 Eppan
Tel. 0471 066 980 | Fax 0471 066 981
info@hell-kommunal.com |www.hell-kommunal.com