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gesundheit
10/2011 10/2011
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Immun gegen Grippeviren
In der kalten Jahreszeit haben Erkältung und
Grippe Hochsaison. Deshalb ist es im Winter
besonders wichtig, sein Immunsystem zu stärken
und die Abwehrkräfte zu steigern.
Mit bestimmten Lebensmitteln, Kräutern, Gewürzen
und Heilpflanzen kann man die körpereigene Abwehrkraft
nachhaltig stärken und den Organismus vor Krankheitserregern
effektiv und ohne Nebenwirkungen schützen. Mit
einer frischkostreichen Ernährung werden dem Körper alle
wichtigen Mineralien, Vitamine, Ballaststoffe, Spurenelemente
und sekundären Pflanzenstoffe zugeführt. Optimal
wären fünfmal am Tag Obst und Gemüse.
Zu den Lebensmitteln und Gewürzen, die das Immunsystem
stärken können, zählen Brokkoli, Karotten, Tomaten, Chicorée,
Kohl, Knoblauch, Pilze und Spinat. Bei den Früchten
kurbeln Zitronen, Grapefruit, Orangen, Bananen und dunkle
Früchte wie Blaubeeren, Kirschen, Heidelbeeren, Brombeeren,
schwarze Johannisbeeren und dunkle Weintrauben
das Immunsystem an.
Sport, Kneippen und Saunieren
Mit der richtigen Ernährung allein, ist es aber noch nicht
getan. Wer sein Immunsystem stärken will, sollte sich auch
täglich in der frischen Luft bewegen, und sich dabei auch ein
bisschen abhärten. Wer dem Joggen nicht viel abgewinnen
kann, der kann auf Nordic-Walking ausweichen. Aber auch
Radfahren, Schwimmen und Skilanglauf eignen sich bestens
zur Abhärtung des Körpers. Ganz Faule sollten wenigstens
das Auto stehen lassen und zu Fuß zur Arbeit gehen, und
statt mit dem Aufzug zu fahren, die Treppe nehmen. Stress
ist auch Gift für das Immunsystem. Deshalb sollte man
Stress wenigstens durch regelmäßige körperliche Bewegung
abbauen. Es gibt aber noch mehr Möglichkeiten, um in der
kalten Jahreszeit Grippe & Co. ein Schnäppchen zu schla-
gen. Wer regelmäßig sauniert, Wechselfußbäder nimmt bzw.
sich Arm-, Bein- und Vollgüsse gönnt, oder mal das Wassertreten
in einer Kneippanlage übt, härtet seinen Körper
ab. Diese Maßnahmen haben einen günstigen Einfluss auf
das Herz-Kreislaufsystem, und steigern den Stoffwechsel.
Zudem werden die Blutgefäße jung und elastisch gehalten.
Bei den Kneipp-Anwendungen muss man allerdings immer
warm beginnen und kalt enden. Und nachher ist es ganz
wichtig, dass man sich bewegt, damit die Wiedererwärmung
besser gelingt.
Giftstoffe vermeiden
Rauchen ist generell ungesund. Im Winter jedoch belastet
es unser Immunsystem noch zusätzlich. Wer sich also
im Winter gesund erhalten will, der sollte das Rauchen
besser aufgeben. Auch der Alkoholgenuss sollte in Maßen
erfolgen. Zudem wäre der Umgang mit schädlichen
chemischen Stoffen zu vermeiden und auf industriell
produzierte Nahrungsmittel und chemische Nahrungszusätze
wie Konservierungsstoffe, Farbstoffe, Geschmacksverstärker
und künstliche Aromen sollte man ebenfalls
weitgehend verzichten.
Sollte man aber trotz allem an einer Erkältung oder an einem
grippalen Infekt erkranken, dann sollte man sie richtig
auskurieren. Allerdings nicht gleich mit der chemischen
Keule. Die Mittel, die bei Erkältungen oder Grippe
verordnet werden, lindern nur Kopf- und Gliederschmerzen,
senken das Fieber, lösen den Husten,
stoppen den Hustenreiz und machen die Nase frei.
Dabei handelt es sich aber ausschließlich um Mittel, die
die Symptome unterdrücken, die Erkältung oder Grippe
aber nicht heilen können. Es gibt leider noch immer keine
Medikamente gegen Erkältung und Grippe.
In eine Schublade passt er nicht hinein. Für Willy Costamoling
braucht es schon einen ganzen Notar-Schrank mit
großen und kleinen, schmalen und breiten Schubladen.
Hotelier und Sommelier-Hüttenwirt, Extremkletterer ...
... Skirennfahrer, Bergführer, Südtirols erster Drachenflieger,
Fallschirmspringer, Paläontologe und Entdecker einer
kleinen Sensation, des ursus ladinicus, Mitbegründer des
Bergrettungsdienstes Aiut Alpin, Politiker und Lebenskünstler.
Ein charmanter Mann, der Energie, Optimismus,
Lebensfreude und gleichzeitig Gelassenheit verkörpert.
Groß geworden ist der 1943 geborene Willy Costamoling
in einem Gadertal, das mit der heutigen Realität nur noch
wenig gemein hat. Rund 150 Einwohner waren es damals,
heute sind es über 5000. Zu viele, findet er. Der Hof der Familie
lag auf 1700 m Höhe. „Ein hartes, aber freies Leben“,
erinnert er sich. Die Leidenschaft für die Paläontologie hat
er vom Vater geerbt. „In meiner Familie waren alle Jäger.
Aber mein Vater wollte nach dem Krieg kein Gewehr mehr
in die Hand nehmen. Also sind wir Fossilien sammeln gegangen.“
Je unwegsamer das Gelände, desto faszinierender.
„Eine Sucht ist das“, unterstreicht Costamoling.
Ein aufsehenerregender Fund
Am 23. September 1987 tätigt er im Fanesgebiet auf 2800 m
Höhe einen aufsehenerregenden Fund: eine Höhle mit prähistorischen
Knochenresten: ursus spelaeus, umgenannt in
ursus ladinicus. Der bisher einzige Hinweis für das Vorkommen
dieser Bären in den Dolomiten. In seiner Jugend war
er auch Mitglied der italienischen Ski-Nationalmannschaft.
Seiner Karriere in der italienischen Ski-Nationalmannschaft
setzte ein Unfall, der ihn sechs Monate ans Bett fesselte, ein
jähes Ende. Die Leidenschaft für die Berge ist geblieben.
Costamoling fühlt sich heute noch am wohlsten auf der Piste,
auf einem Gipfel oder direkt darüber, beim Drachenflie-
?!
Portrait
Tausendsassa und Philosoph
gen. Costamolings Name ist eng mit dem Bergrettungsdienst
Aiut Alpin verbunden, dessen Mitbegründer er ist. „Wir
holen Leute von überall raus, haben schon unzählige Leben
gerettet. Die Kletterer werden immer besser, da braucht es
gute Piloten. Wir haben sie und unsere Bergretter und Piloten
sind ein exzellentes Team.“
Beim Stichwort Tourismus und Krise kehrt Costamoling
den Philosophen heraus. „Viele Touristen bringen viel Geld,
aber auch viele Probleme. Wir müssen bescheidener werden,
zurückstecken, wenn die Leute noch gern kommen sollen.“
Er tritt für einen absoluten Bettenstop und die Verbesserung
der bestehenden Qualität ein. „Aber ich weiß, es ist schwer,
die Balance zu finden.“ Er selbst ist ein Meister der Balance.
Das hat er nicht zuletzt als alleinerziehender Vater von drei
Kindern gelernt.
Weinkeller in Punta Trieste
Stolz ist er auf seinen Weinkeller in der Hütte Punta Trieste,
wo mehr als 200 Etiketten lagern. Keine großen Namen,
aber ausgezeichnete Weine. Dazu gibt es Spaghetti, knusprige
Spareribs, Gemüse und Salate oder feinsten San Daniele
Schinken. Dazu erlesene Olivenöle, Arganöl aus Marokko,
verschiedene Pfeffersorten, Salz aus Trapani. „Guter Sprit
für die Skifahrer“, betont er lachend.
Der Klimawandel schreckt ihn nicht und auch, wenn Ende
November auf fast 2000 Metern alles noch grün ist, bewahrt
er Ruhe. „Der Schnee wird schon kommen. Das war immer
so, es gab wärmere und kältere Jahre. Vor 50.000 Jahren war
es hier auch um zehn Grad wärmer im Jahresschnitt.“ Sicher,
auch hier heiße es zurückschrauben, die Luftverschmutzung
einzudämmen. Die Lebensphilosophie des Tausendsassas ist
ebenso ansteckend wie einfach: „Man muss versuchen, das
Beste aus allem zu machen, aus seinen Fehlern zu lernen, sich
begnügen können, nicht geizig sein. Ich bin frei und beneide
niemanden.“ Und das glaubt man ihm auf´s Wort.