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Radius Energie und Umwelt 2017

Die Zukunft heißt Synergie Durch Optimierung der Betriebsprozesse kann jedes Unternehmen Umwelt und Ressourcen schonen. Welche Möglichkeiten in puncto Nachhaltigkeit zur Verfügung stehen, erklären zwei Profis auf dem Gebiet des effizienten Energiemanagements: Rupert Rosanelli und Martin Sulser von SYNECO. > Radius: SYNECO hat sich die perfekte Synergie aus Ökonomie und Ökologie als Ziel gesetzt. Was bedeutet dies ganz konkret? Rupert Rosanelli: Unsere Kompetenz besteht darin, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen in Bezug auf ein nachhaltiges Wirtschaften zu beraten. Durch Sammeln, Monitoring und Auswertung von Daten aus Betriebsprozessen entwickeln wir Strategien für ein effizientes Umwelt- und Energiemanagement, das zur Kostenreduktion und Umweltschonung beiträgt. > Radius: Findet das Thema „Umweltschutz“ genug Beachtung bei den Unternehmen, oder besteht in dieser Hinsicht noch Handlungsbedarf? R. Rosanelli: Wir stellen fest, dass Unternehmen heutzutage immer sensibler für das Thema Nachhaltigkeit werden – nicht nur aufgrund der Kostenersparnis, sondern auch, weil sich das Bewusstsein verändert hat. Ausschlaggebend ist, dass die Endkunden offener und sensibler für Produkte sind, die aus einer umweltfreundlichen Herstellung stammen. > Radius: Durch ein umweltbewusstes Wirtschaften entsteht also eine Win-win-Situation für Firmen und Umwelt? Martin Sulser: Ja, weil die Unternehmen durch ressourcenschonende Methoden eine Kostensenkung erzielen und gleichzeitig die Umwelt weniger belasten. Dazu muss man anmerken, dass ein effizientes Umwelt- und Energiemanagement zuerst auf der Entscheidungsebene eines Unternehmens entsteht. Wenn eine Firma eine solche Ausrichtung generell nicht verfolgt, stößt der Techniker auf der praktischen Alltagsebene sehr schnell an seine Grenzen. > Radius: Welche konkreten Möglichkeiten haben Unternehmen, um den Verbrauch von Umweltressourcen nachhaltig zu stabilisieren? R. Rosanelli: Der systematische Ansatz, den SYNECO gemeinsam mit den Unternehmen verfolgt, baut auf drei ganz konkreten Säulen auf: Energie, Wasser, Reststoffe. In diesen Bereichen kann man oft Kreisläufe schließen und dadurch die Effizienz steigern. Die Basis dazu ist eine gezielte Erfassung und Auswertung datenbezogener Informationen: Ressourceneffizienz durch geeignete Digitalisierung. Die Halbierung der Ressourcenintensität ist ein verfolgenswertes Ziel. Martin Sulser Rupert Rosanelli 05/2017 > Radius: Aus welchen Branchen stammen die meisten Kunden, die Sie in puncto Energiemanagement beraten? M. Sulser: Grundsätzlich kann jedes Unternehmen davon profitieren. Wir haben viele Kunden aus der Lebensmittel- und Holzindustrie sowie aus der Touristikbranche. Dort bietet sich großes Potenzial, innerbetriebliche Abläufe zu optimieren. Auch für betriebliche Kläranlagen haben wir Strategien entwickelt, diese zu optimieren und Reststoffe als Energiequelle einzusetzen. > Radius: Wie sieht das ideale Unternehmen der Zukunft in Hinblick auf ein effizientes Energiemanagement aus? R. Rosanelli: Es weist zwei wichtige Merkmale aus: Zum einen soll der Energieverbrauch so gering wie möglich sein. Der zweite Aspekt ist die Autarkie. Ein energieeffizientes Gebäude oder ein optimierter Prozess verbraucht wenig Energie und erzeugt diese kleine Menge im Optimalfall selbst. Zudem werden möglichst nachhaltige Ressourcen wie Sonnenenergie oder Reststoffverwertung eingesetzt. Natürlich stoßen Firmen hier an Grenzen, und deshalb ist es wichtig, Kooperationen einzugehen. > Radius: Können Sie ein Beispiel nennen? M. Sulser: In der Lebensmittelindustrie gibt es oft biologische Reststoffe. Diese können wir an Unternehmen weiterleiten, die sie zur Energiegewinnung einsetzen. Somit lassen sich überbetriebliche Kreisläufe schließen. Solche Kooperationen sind oft nicht einfach, doch es gelingt uns immer wieder, gut funktionierende Strategien zu entwickeln. > Radius: Solche überbetrieblichen Netzwerke sind eine echte Chance für ein nachhaltiges Energiemanagement. Das Gleiche gilt auch für die fortschreitende Digitalisierung oder? R. Rosanelli: Genau. Durch Monitoring der betrieblichen Prozesse und die gezielte Auswertung der Daten können wir ganz konkrete Strategien ausarbeiten. Dadurch können die betrieblichen Prozesse in Hinblick auf die Ressourcenschonung optimiert werden. Die Digitalisierung erleichtert das automatisierte Erfassen und die schnelle Auswertung von Daten. Hier gilt das Prinzip so viel wie notwendig und so wenig wie möglich. 35

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