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Radius Energie und Umwelt 2017

20 05/2017 „Der Umwelt und dem eigenen Geldbeutel einen Gefallen tun …“ Die Südtiroler Landesregierung hat als Teil des Maßnahmenpaketes #greenmobilitybz Kaufprämien für Elektro fahrzeuge beschlossen. Dazu ein Gespräch mit Harald Reiterer, Koordinator von „Green Mobility“ in der STA – Südtiroler Transportstrukturen AG. > Radius: Herr Reiterer, ein Elektroauto ist wesentlich teurer im Einkauf als herkömmliche Verbrennerfahrzeuge … Harald Reiterer: Grundsätzlich ist zu sagen, dass Elektrofahrzeuge mittlerweile absolut alltagstauglich, effizient und leistungsfähig sind. Dafür war eine enorme und teure Entwicklungsarbeit notwendig, die sich natürlich auf den Kaufpreis auswirkt. Durch die Kaufprämien des Landes in der Höhe von 4.000 Euro für reine Batterie- oder Brennstoffzellenfahrzeuge bzw. von 2.000 Euro für Plug-in-Hybride kann der höhere Kaufpreis etwas abgefedert werden. > Radius: Einmal ein Elektroauto gekauft, muss es auch erhalten und gewartet werden. Wie sehr fallen diese Kosten ins Gewicht? H. Reiterer: Genau hier liegt nun der Kostenvorteil eines Elektroautos. Der Anschaffungspreis ist nämlich nur ein Teil der Gesamtrechnung. Vor allem die Haltungskosten, also Steuer, Versicherung, Treibstoff, Instandhaltung etc., machen bei einem Elektroauto einen großen Unterschied aus. Denn ein Elektro motor ist deutlich effizienter als ein Verbrennungsmotor. Zudem ist Strom billiger als Benzin oder Diesel, sodass man bei jedem gefahrenen Kilometer Geld spart. Außerdem fallen für ein Elektroauto weniger Wartungskosten an, und man ist fünf Jahre lang komplett von der Autosteuer befreit, anschließend zahlt man deutlich weniger. Ein einfaches Beispiel: Rechnet man etwa die Kosten für einen VW Golf hoch, mit dem man acht Jahre lang jährlich rund 15.000 Kilometer zurücklegt, so schlägt der e-Golf die Dieselversion deutlich (siehe Infografik), obwohl der Anschaffungspreis um einiges höher ist. Wer auf Elektromobilität umsteigt, kann also nicht nur der Umwelt, sondern durchaus auch dem eigenen Geldbeutel einen Gefallen machen ... > Radius: Ist der Umstieg auf Elektromobilität demnach der Schlüssel auf dem Weg zu einer nachhaltigen Mobilität? H. Reiterer: Natürlich, die Elektromobilität ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Noch platz- und energiesparender ist jedoch der öffentliche Nahverkehr, vor allem mit dem Zug oder mit Batterie- oder Wasserstoffbussen. Außerdem gibt es immer mehr E-Bikes, die zunehmend auch für Alltagswege – etwa den Weg zur Arbeit – genutzt werden. Insbesondere Unternehmen empfehlen wir, einzelne Autos im Fuhrpark nicht nur durch Elektroautos, sondern auch durch elektrische Fahrräder, E-Scooter und elektrische Lastenfahrräder (sogenannte „Cargo-Bikes“) zu ersetzen, um Geld und Zeit zu sparen. Außerdem werden diese Unternehmen vom Land Südtirol im Rahmen des Förderpaketes #greenmobilitybz unterstützt, und zwar mit Kaufprämien in der Höhe von bis zu 1.000 Euro für Elektro-Scooter oder kleinere E-Fahrzeuge bzw. bis zu 1.500 Euro für Cargo-Bikes. > Radius: Das Maßnahmenpaket #greenmobilitybz ist mit jährlich 10 Mio. Euro dotiert. Ist dieses Geld nur für Kaufprämien für Elektrofahrzeuge vorgesehen? H. Reiterer: Nur ein Teil der 10 Millionen Euro ist für die Kaufprämien vorgesehen. Das Paket #greenmobilitybz umfasst insgesamt rund 25 Maßnahmen in verschiedenen Bereichen, etwa der nachhaltigen Raumplanung oder dem betrieblichen Mobilitätsmanagement. Alle gemeinsam dienen dazu, Verkehr zu vermeiden, auf umweltfreundliche Verkehrsmittel zu verlagern und – vor allem durch den Umstieg auf Elektromobilität – zu verbessern. Wenn wir bedenken, welche Folgekosten etwa im Gesundheitsbereich auf uns zukommen, wenn wir einfach so weitermachen wie bisher, dann sind die im Maßnahmenpaket enthaltenen Gelder mehr als gut investiert.

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