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Wenn man auch nur ein wenig
zurückschaut, dann muss man
feststellen: Der Fortschritt ist
gewaltig, das Wachstum war
unglaublich. Die Veränderungen
haben eine geballte Dynamik,
auch in Zukunft. Wir reden von
der Gesundheitsversorgung in
Südtirol.
Wer heute in Südtirol einen Arzt
oder ein nahes Krankenhaus aufsucht
oder mit dem Hubschrauber
dorthin geflogen wird, und die Leis-
G e s u n d h e i t s d i e n s t e
G e s u n d h e i t s d i e n s t e
Gesundheitswesen in Südtirol gestern – heute – morgen
tungen einer hoch spezialisierten Medizin
mit einer nur geringen und äußerst
sozialen direkten Kostenbeteiligung
in Anspruch nimmt, der kann
sich oft nicht mehr vorstellen, wie
sehr sich das Gesundheitswesen in
Südtirol entwickelt hat.
Sicher, das was nicht funktioniert, das
sieht man zuerst, besonders wenn es
um das eigene Wohl und Leben geht.
Das meiste, was über Ärzte und Krankenhäuser
gesagt wird, steht nicht in
den Zeitungen, sondern wird von Mund
zu Mund weiter getragen. Das gilt für
das Lob, aber noch
mehr für leidvolle und
traurige Geschichten.
Öffentlich werden meist nur
die Probleme des Gesundheitswesens
diskutiert, seltener seine Vorzüge.
Gleich, ob es um die zum Teil langen
Vormerkzeiten bei aufschiebbaren
fachärztlichen Leistungen geht oder
um viele andere große oder auch kleinere
Probleme und Bedürfnisse: Das
Gesundheitswesen in Südtirol ist nach
Aussagen von Beobachtern und Beteiligten
auf einem sehr hohen Stand.
Gerade in diesen Monaten nimmt die
klinische Reform des Landesgesundheitsdienstes
die Fahrt auf. Sie wird
die Zukunft des Gesundheitswesens
in Südtirol nachhaltig bestimmen. Die
große „Maschine“ Gesundheitswesen
muss für die Notwendigkeiten der Zukunft
umgebaut werden. Die nachfolgenden
Beiträge sind sozusagen Momentaufnahmen
einer Standortbestimmung.
Diese paar Momentaufnahmen
können ein vollständiges Bild weder
bieten noch ersetzen. Aber sie werfen
ein Licht auf die Vorstellungen und ein
wenig auch auf die Menschen, die in der
Gestaltung und Verwaltung des Südtiroler
Gesundheitswesens tätig sind.
Was machen die alles?
Von der Vorbereitung bis hin zur Umsetzung
von politischen Entscheidungen
sind die Beamten der Abteilung Gesundheit
in der Landesverwaltung das
entscheidende Bindeglied. Landesregierung
und Landesrat müssen sich auf
ihre Mitarbeiter im Gesundheitsressort
verlassen können. Der Gesundheitsabteilung
im Landhaus am Bozner Boden
bleibt eine ganze Menge zu tun.
Erstmals einer breiteren Öffentlichkeit
vorgestellt werden die Führungskräfte
der Abteilung Gesundheitswesen des
Landes. Drei Frauen und zehn Männer
in verantwortlicher Stellung arbeiten
mit ihren rund 120 Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern daran, die Beschlussfassungen
für die Landesregierung
sowohl von der fachlichen Grundlage
als auch von der juristischen Seite her
vorzubereiten und sie nach der politischen
Entscheidung umzusetzen. Das
sind nicht eben nur drei Paragraphen,
um die es geht. Im Gesundheitsressort
fließt alles zusammen: Die römischen
Gesetze stecken den Rahmen auch für
das Südtiroler Gesundheitswesen ab.
Die müssen beachtet und in Einklang
mit den autonomen Spielräumen gebracht
werden. Als politisch Verantwortlicher
bringt Landesrat Richard
Theiner die Anliegen der Bürgerinnen
und Bürger ein, entweder direkt oder
über die Abgeordneten des Landtages
oder seine Kollegen in der Landesregierung.
Die politische Aufgabenstellung
im Gesundheitswesen entwickelt sich
im ständigen Abgleich zwischen politischen
Wünschen und Forderungen,
dem Abwägen aller Interessenspositionen
und mit dem Blick auf das Machbare.
Hier ist die Vorarbeit der Ämter
im Hinblick auf verfügbare Mittel und
gesetzliche Möglichkeiten von entscheidender
Bedeutung für die politische
Führung. Dazu stehen die Ämter in
täglichem Kontakt mit allen Vertretern
von Verbänden, Gewerkschaften, politischen
Parteien, den Spitzen und Fachleuten
des Gesundheitsbetriebes und,
nicht zuletzt, auch mit den Bürgerinnen
und Bürgern. Sind die Gesetze, Verordnungen
und Richtlinien schließlich von
der Landesregierung beschlossen und
vom Südtiroler Landtag zum Gesetz
gemacht, müssen alle Schritte bis hin
zur konkreten Umsetzung gemacht und
nachverfolgt werden.
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