Get the FLASH PLAYER to view this magazine:

Get Adobe Flash player

- or -

View as HTML version

Radius Top 100 2017

portrait zwischen den Kunden in den verschiedenen Ländern? Das Qualitätsbewusstsein sei im Grunde gleich. Der deutsche Kunde sei preisbewusster, der italienische hingegen lebe die Küche und das Essen bewusster und habe einen emotionaleren Zugang zum Produkt. In Ländern wie Irland oder Großbritannien müsse man den Kunden erst noch beibringen, wie das Produkt, der Speck, zu nutzen sei. Lukas Pfitscher spricht mit Begeisterung von seiner Arbeit. Tatsächlich muss er mit einer Antwort auf die Frage passen, welchen Beruf er gewählt hätte, wenn er nicht in die Metzgerei eingestiegen wäre. „Darüber habe ich nie gedacht, mir gefällt das, was ich tue!“ Kein Problem mit Veganern und Vegetariern Zu viel rotes Fleisch schade der Gesundheit, heißt es. Vegan und Vegetarisch sein ist in. Wirken sich das gewachsene Gesundheitsbewusstsein der Gesellschaft und gewisse Trends auf die Verkaufszahlen aus? Nein, sagt Lukas Pfitscher und erwärmt sich sichtlich, die Themen Umwelt und fairer Markt liegen ihm am Herzen. In den letzten Jahren seien die Verkaufszahlen konstant gestiegen. Er persönlich habe kein Problem mit Veganern oder Vegetariern, Hauptsache sie wollten ihn nicht überzeugen. Seiner Ansicht nach gehe es darum, den Hausverstand walten zu lassen. Wer Fleisch nicht jeden Tag, sondern in Maßen zwei, dreimal die Woche esse und auf gute Qualität achte, der lebe sicher gesünder, WWW.ERLACHER.IT − T 0471 654 308 06/2017 wie jemand, der gar kein Fleisch esse, aber nur Billigprodukte kaufe. Was er oft vermisse, sei die Konsequenz, die eigentlich kennzeichnend sein sollte für eine Überzeugung, die Emotionen, Lebensphilosophie und gesundheitliche Aspekte vereine. Und überhaupt die Preise. Gesund und gut essen und billig einkaufen geht nicht. Nachhaltige Produktion kostet mehr und der Bauer muss sein Auskommen haben, sagt Pfitscher. Aber, davon ist er überzeugt, es bräuchte nicht viel mehr, nicht einmal einen Euro mehr pro Kilopreis und alle - die ganze Wertschöpfungskette - könnten gesünder produzieren. Die Tierhaltung wäre artgerechter, weil der Bauer weniger Schweine im Stall halten müsse, das Schlachten ebenfalls und die wären Lebensmittel gesünder. Im Augenblick ist das noch weitgehend Utopie, aber Lukas Pfitscher ist zuversichtlich. Sein Betrieb habe diesen Weg mit Überzeugung längst eingeschlagen, der Endkonsument sei allerdings noch nicht ganz so weit. Nach seinen positiven Eigenschaften befragt, sagt Lukas Pfitscher, er sei zugänglich, ausdauernd und sehr geduldig. Aber wenn die Geduldsgrenze erreicht sei, dann sei er ausgesprochen nachtragend. In seiner Freizeit geht er gerne wandern oder Rad fahren und zwar im Sommer wie im Winter. Und für die nächste Generation im Familienbetrieb ist auch schon gesorgt. Der 21 Monate alte Jakob liebt es, wenn er mit seinem Papa auf Kundenbesuch fahren oder manchmal auch mit in den Betrieb kommen darf. Und Speck isst er für sein Leben gerne! 103

Page 1
Page 2
Page 3
Page 4
Page 5
Page 6
Page 7
Page 8
Page 9
Page 10
Page 11
Page 12
Page 13
Page 14
Page 15
Page 16
Page 17
Page 18
Page 19
Page 20
Page 21
Page 22
Page 23
Page 24
Page 25
Page 26
Page 27
Page 28
Page 29
Page 30
Page 31
Page 32
Page 33
Page 34
Page 35
Page 36
Page 37
Page 38
Page 39
Page 40
Page 41
Page 42
Page 43
Page 44
Page 45
Page 46
Page 47
Page 48
Page 49
Page 50
Page 51
Page 52
Page 53
Page 54
Page 55
Page 56
Page 57
Page 58
Page 59
Page 60
Page 61
Page 62
Page 63
Page 64
Page 65
Page 66
Page 67
Page 68
Page 69
Page 70
Page 71
Page 72
Page 73
Page 74
Page 75
Page 76
Page 77
Page 78
Page 79
Page 80
Page 81
Page 82
Page 83
Page 84
Page 85
Page 86
Page 87
Page 88
Page 89
Page 90
Page 91
Page 92
Page 93
Page 94
Page 95
Page 96
Page 97
Page 98
Page 99
Page 100
Page 101
Page 102
Page 103
Page 104
Page 105
Page 106
Page 107
Page 108
Page 109
Page 110
Page 111
Page 112