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Radius Wintersport 17/18

Biathlon Alexia Runggaldier „Die Latte liegt jetzt höher“ An die vielen Termine musste sich Alexia Runggaldier erst gewöhnen. WM-Medaillengewinner sind eben gefragte Leute. „Statt mich gemütlich auszuruhen, hatte ich viele Verpflichtungen. Aber ich habe das gerne gemacht“, sagt sie. Sie hat bei der Biathlon-WM in Hochfilzen mit dem 3. Platz im Einzelwettkampf für eine Sensation gesorgt und war Italiens einzige Medaillengewinnerin bei dieser Weltmeisterschaft. „Nach der Saison habe ich Zeit gehabt, das alles zu verarbeiten. Und ich habe auch erst da wirklich realisiert, dass ich wirklich eine Medaille gewonnen habe“, blickt sie zurück auf einen aufregenden Frühling, in dem sie sich auch einen Urlaub auf Korsika mit ihrem Freund gegönnt hat. Der Liebe wegen ist die Grödnerin nach Kaltern gezogen. „Er hat mich zur Ruhe gebracht. Bei ihm habe ich meinen Platz gefunden“, schwärmt sie von ihrem Partner. Er hat auch einen Namen. Er heißt Janis Facchini, ist Physiotherapeut und hat auch schon für die Nationalmannschaft der nordischen Kombinierer gearbeitet. Alexia Runggaldier nennt noch einen zweiten Grund für ihren sportlichen Höhenflug: „Früher habe ich nebenbei studiert, das hat mich viel Energie gekostet.“ Die volle Konzentration auf den Sport hat sich gelohnt, aber das Studium will sie irgendwann fortsetzen. Ihre Stärke im Biathlon ist das Schießen. „Ich habe die Fähigkeit, am Schießstand alles auszublenden“, sagt sie. Voraussetzung sei allerdings, dass sie nicht zu müde an den Schießstand komme, denn „dann schieße ich nicht gut.“ Es hat Tradition, dass die Biathleten aus Gröden gute Schützen sind. Das waren auch Yvonne Ponza und Theo Senoner, die ihre ersten Lehrmeister waren und natürlich Michela Ponza, die bislang erfolgreichste Grödner Biathletin, der eine WM-Einzelmedaille allerdings versagt geblieben ist. Beim WM-Wettkampf, der ihr Bronze brachte, traf Alexia Runggaldier alle 20 Scheiben. Dabei ist ihr in der Loipe ein Missgeschick passiert. Aber vielleicht war genau das der Auslöser für den Erfolg. „Ich habe einen Stock verloren. Da habe ich das Rennen eigentlich schon abgeschrieben und bin vielleicht deshalb ganz ruhig geblieben.“ Vorher hatte sie schon in Antholz Grund zum Jubeln gehabt. Da schaffte sie ausgerechnet vor eigenem Publikum ihren ersten Podestplatz im Weltcup, ebenfalls als Dritte im Einzelwettkampf. In der Freizeit liest Alexia Runggaldier gerne Romane oder trifft sich mit Freundinnen zum „Kaffeetratsch“, wie sie es selbst nennt. Am besten ent- SPORT C 2017 spannt sie sich allerdings beim Häkeln, ihrem liebsten Hobby. Dafür wird jetzt nicht mehr so viel Zeit bleiben, wenn die neue Saison beginnt. „Olympia ist natürlich im Hinterkopf“, sagt sie. Im vergangenen Winter war sie genau zum richtigen Zeitpunkt in Bestform. „Aber richtig programmieren kann man das nicht.“ Konkrete Ergebnisse als Saisonziele setzt sie sich keine. Aber sie weiß natürlich: „Die Latte liegt jetzt höher als bisher.“ ALEXIA RUNGGALDIER Geburtsdatum und -ort: 27. November 1991 in Brixen Wohnort: Kaltern/St. Christina Sportgruppe: Polizei 15

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