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Radius Wintersport 17/18

Nordische Kombination SPORT C 2017 Armin Bauer & Lukas Runggaldier Bessere Zeiten sollen wieder kommen Sie haben schon bessere Tage erlebt. Während Samuel Costa im vergangenen Winter zum Höhenflug ansetzte, schaute für Armin Bauer und Lukas Runggaldier nicht einmal ein Weltcuppunkt heraus. Für Athleten, die schon Top-Ten- Plätze im Weltcup vorweisen können, ist das ein herber Rückschlag. Dass sie im Skispringen den Anschluss verloren haben, ist der unmittelbare Grund dafür, aber die Ursachen liegen tiefer. Die Nordische Kombination ist ein Stiefkind im italienischen Wintersportverband FISI. Alessandro Pittin hat sein eigenes Betreuer-Team, der Rest der Mannschaft wird mehr schlecht als recht betreut, auch weil an allen Ecken und Enden gespart werden muss. „Wir machen viel auf eigene Faust“ betonen beide, und es ist herauszuhören, dass sie sich nicht so gut betreut fühlen, wie es für Spitzensportler nötig wäre. Wenn sie beim Sprungtraining in Predazzo sind, können sie in der Kaserne der Finanzwache übernachten. In Tarvis haben sie ein kostengünstiges Hotel gefunden. Von dort ist es ein Katzensprung nach Planica oder Villach. Armin Bauer hat sich nach Saisonende 20 Tage Urlaub mit Freunden auf den Philippinen gegönnt. Lukas Runggaldier ist daheim geblieben. „Ich bin lieber daheim. Wenn, dann fahre ich lieber in den Norden, denn ich bin nicht der Typ, der Meer und Hitze mag“, sagt Runggaldier, der im Juli 30 Jahre alt geworden und damit der Senior im Team ist. Genau genommen gehören Bauer und Runggaldier genauso wie Manuel Maierhofer nur noch dem Kader mit der Bezeichnung „aggregati“ an, aber im Weltcup ist Bauer gesetzt, während sich die anderen beiden in den ersten 2 Weltcups in Ruka und Lillehammer abwechseln. Maierhofer wird in Ruka dabei sein, Runggaldier in Lillehammer. Armin Bauer (links) und Lukas Runggaldier Dass Samuel Costa den ganzen Winter ausfällt, ist auch für seine Grödner Kollegen ein harter Schlag. „Er hat gezeigt, dass es auch geht, wenn man alles selbst in die Hand nimmt. Da ist er uns voraus“, sagt Lukas Runggaldier. Inzwischen haben Bauer und Runggaldier das auch gemacht, um sich im Springen wieder zu verbessern. Im Sommer hätte der ehemalige Kombinierer Giuseppe Michielli sie auf den Schanzen betreuen sollen, doch der wurde von seiner Sportgruppe nicht freigestellt. Jetzt hoffen sie, dass er wenigstens im Winter dabei sein kann. Im Langlauf gehörten Bauer und Runggaldier auch im letzten Winter zu den Besten. Runggaldier erzielte sogar zweimal Laufbestzeit, schaffte es aber dennoch nicht in die Punkteränge (bis 30. Platz). „Das Niveau ist schon extrem gestiegen. Es kann passieren, dass du mit 2 Minuten Rückstand nach dem Springen nur 51. bist und im Langlauf nicht mehr starten darfst“, sagt Bauer. Bei den Kombinierern dürfen im Weltcup nur die ersten 50 des Springens am Langlauf teilnehmen. Im Sommer haben sie viel an der Anfahrtsposition auf der Schanze gearbeitet, denn zu oft hatten sie einfach zu wenig Geschwindigkeit. „Ich bin zuversichtlich, dass es wieder aufwärts geht, auch wenn die Voraussetzungen nicht die Besten waren“, gibt sich Bauer optimistisch. Runggaldier gibt als erstes Ziel an, endlich wieder im Mittelfeld zu landen und Punkte zu holen. Olympia ist natürlich für beide das große Ziel. Gerade Runggaldier hat bei seinen 2 Olympia-Teilnahmen immer überzeugen können. „Dort werden die Karten neu gemischt“, weiß er. Allerdings haben die „Azzurri“ wegen Geldmangels auf den Olympia-Test in der letzten Saison verzichtet. Sie müssen Schanzen und Loipen also erst während der Spiele kennenlernen. ARMIN BAUER Geburtsdatum und -ort: 15. Juli 1990 in Bozen Wohnort: Wolkenstein Sportgruppe: Finanzwache LUKAS RUNGGALDIER Geburtsdatum und -ort: 31. Juli 1987 in Bozen Wohnort: St. Christina in Gröden Sportgruppe: Finanzwache 51

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