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Radius Wintersport 17/18

4 SPORT C 2017 Wenn etwas Glück gebracht hat, dann macht man es am besten wieder. Und so sind Italiens Biathleten wie vor 4 Jahren im Mai zum Training nach Norwegen gefahren. Wie es damals ausging, wissen wir: Die Mixed-Staffel gewann in Sotschi Olympia-Bronze, und Dorothea Wierer legte als Startläuferin den Grundstein dazu. Vor diesem Trainingslager in Norwegen hat sich „Doro“, wie sie von allen genannt wird, einen Monat ohne Sport gegönnt. „Das Handy war aus, ich war richtig weg und habe es genossen“, erzählt sie. Sie war auch ziemlich weit weg, nämlich mit ihrem Mann auf Mauritius und in Dubai. Später hat sie sich auch noch einen Kurzurlaub mit Freundinnen in Frankreich gegönnt. Das Abschalten hatte sie auch dringend nötig, denn im vergangenen Winter hat sie die Kehrseite der Medaille kennengelernt. Rang 5 in der Weltcup- Biathlon Dorothea Wierer „Für Siege und Medaillen braucht es auch Glück“ Gesamtwertung wurde wenig gewürdigt, weil Siege genauso gefehlt haben wie eine WM-Medaille. „Ich war die Saison über gut, sonst wäre ich nicht 5. im Weltcup geworden. Aber für Siege und Medaillen braucht es auch etwas Glück. Das hat halt gefehlt“, sagt die 27-jährige Niederrasnerin, die seit ihrer Hochzeit im Fleimstal lebt. Sie glaubt, dass Kritik manchmal auch mit Neid zu tun hat. „Kritisiert wird schnell. Da ist auch Neid dabei, und Neid muss man sich ja bekanntlich verdienen.“ Wenn sie zurück blickt, dann war die vergangene Saison schon eine schwierige für sie. „Ich kann nicht sagen, dass ich den Druck nicht gespürt hätte. Es war eine neue Situation für mich, und teilweise ist mir alles zu viel geworden. Manchmal hatte ich sogar Schlafstörungen. Das kann sich dann schon auf die Leistung auswirken“, sagt sie. Sie sei nicht so cool, wie es oft aussieht. Sie hat dann die Konsequenzen gezogen und ihre öffentlichen Auftritte reduziert. „Ich habe bei viel weniger Terminen zugesagt. Da muss man sich einfach entscheiden, was wichtiger ist.“ Sie hat sich auch für noch mehr Training entschieden. Und sie setzt die Latte für sich selbst wieder hoch: „Ich erwarte viel von mir, auch weil ich weiß, wie schön es sich anfühlt, wenn man vorne ist. Und die vielen Opfer, die man bringt, sollen sich ja auszahlen.“ Auch in einer Olympia-Saison steht für sie der Weltcup an erster Stelle. „Im Weltcup bist du nur vorne, wenn du konstant gut bist. Olympia ist kurz, und da kann auch das Glück eine große Rolle spielen“, stellt sie klar. Aber natürlich sei auch Olympia ein großes Ziel. Allerdings ist Pyeongchang nicht ein Ort, der es ihr angetan hat. „Das Essen ist nicht gut. Man kann sich mit den Leuten nicht verständigen. Ich hoffe, dass wenigstens das Wetter Dorothea Wierer im Urlaub … … und beim Training

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