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Radius Wintersport 17/18

Florian Eisath Der Dauerbrenner will noch mehr Die geplante Saisonpremiere in Sölden fiel einem Windsturm zum Opfer. Für einen wie Florian Eisath, der als reiner Spezialist nur 8 Weltcup- Riesentorläufe auf seinem Terminkalender hatte, eine ärgerliche Sache. Für den Routinier aus Obereggen dennoch kein Problem. Unvorhergesehenes, gepaart mit Rückschlägen, gehören zur fast 13-jährigen Weltcup- Karriere des bald 33-Jährigen dazu. Eigentlich hatte Florian Eisath mit seiner Skikarriere vor 3 Jahren schon so gut wie abgeschlossen. Aber eben nur fast. Weil Manfred Mölgg und Alex Zingerle verletzt ausfielen, erhielt er beim Weltcup-Auftakt 2014 in Sölden vom italienischen Skiverband so etwas wie die letzte Chance. Mit Nummer 52 ging er nach einem als reiner Privatier trainierten Sommer an den Start und schaffte die Sensation: Nach der 24. Zeit im 1. Lauf verbesserte er sich im 2. nochmals um 11 Ränge und begann damit seine zweite Karriere – als Skirennläufer wohlgemerkt, und nicht als „Mann für alles“ im heimischen Skigebiet in Carezza-Karerpass. Seit nunmehr 3 Jahren gehört Eisath zur absoluten Weltspitze im Riesentorlauf, obwohl er „erst“ einen Podestplatz erreichte (Rang 3 beim Heimrennen in Alta Badia im Dezember 2016). Was Eisath auszeichnet, ist seine Beständigkeit: 2014/15 klassierte er sich in 8 von 9 Rennen unter den Top 30, 2015/16 in allen 11 und auch in der vergangenen Saison in allen 9 Weltcup-Rennen sowie bei der WM in St. Moritz (dort enttäuschte er auf Rang 17.). Diese Bilanz hat von seinen Teamkollegen bei den „Azzurri“ ansonsten niemand auch nur annähernd vorzuweisen. Das macht Florian Eisath mittlerweile zum Chef der italienischen Riesentorlmannschaft. Obwohl er abwehrt: „Wir haben eine Supertruppe. Mit Roberto Nani, Luca De Aliprandini, Ricky Tonetti, Giovanni Borsotti, Simon Maurberger und Manni Mölgg lässt es sich hervorragend arbeiten. Wir spor- Familienmensch durch und durch: Seine Ehefrau Maria, Florian Eisath mit Sohn Felix, Kumpel Felix Neureuther sowie seine Eltern Georg und Monika (von links). FLORIAN EISATH SPORT C 2017 nen uns gegenseitig an, geben uns Tipps und sind nicht versessen darauf, irgendwelche Geheimnisse vor den anderen zu haben. Das war früher anders, da kochte jeder sein eigenes Süppchen.“ Im Februar 2018 stehen Olympische Spiele auf dem Programm. Für den dann 33-Jährigen wäre es eine Premiere, denn zu einem Start beim prestigeträchtigsten Ereignis im Spitzensport hat es noch nie gereicht. „Ich beschäftige mich auch jetzt noch nicht damit, denn zuerst muss ich das Ticket für Südkorea lösen. Das wird angesichts der mannschaftlichen Stärke schwierig genug“, stapelt der Routinier tief. Und wenn es nicht reicht? „Dann gibt es andere Dinge, die wichtiger sind. Natürlich die Familie. Aber der Skirennsport ist schon mein Leben. Die Zeit geht auch danach weiter.“ Es kann passieren, dass diese Zeit schon bald seine Gegenwart beherrschen wird. Zu Hause, im Skigebiet Carezza-Karerpass, ist sein Wissen und seine hartnäckige, konsequente Art zu arbeiten, ebenfalls gefragt. Egal ob mit Gegenwind oder ohne. Florian Eisath ist auch in dieser Hinsicht für alle Fälle gerüstet. Geburtsdatum und -ort: 27. November 1984 in Bozen Wohnort: Obereggen Sportgruppe: Finanzwache 21

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