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Radius Wintersport 17/18

Biathlon SPORT C 2017 Karin Oberhofer Olympia im Hinterkopf Paul ist jetzt 4 Monate alt. Er war der Grund, weshalb Biathletin Karin Oberhofer die vergangene Saison nach Weihnachten abbrechen musste. Oberhofer möchte zurück auf die Wettkampfbühne, auch wenn ihre Prioritäten jetzt ganz anders verteilt sind. „An erster Stelle kommt die Gesundheit von Paul und von mir, alles andere kommt danach“, stellt sie klar. Aber Paul ist schon jetzt ein braver Junge und lässt es zu, dass seine Mutter wieder trainiert, sogar zweimal am Tag. Nur zweimal musste sie bisher auf ein Training verzichten. „Natürlich kann ich nicht zu fixen Zeiten trainieren, aber das macht nichts“, erzählt sie. Es stört sie mehr, dass sie immer allein trainieren muss. „Das ist schon doch sehr mühsam.“ Für die Trainingskosten kommt sie übrigens selbst auf. Der italienische Wintersport-Verband scheint nicht damit zu rechnen, dass junge Mütter noch einmal zurückkehren. Karin Oberhofer scheint jedenfalls in keinem Kader der Nationalmannschaft auf. Auch den Audi, den sie für ihre Leistungen in der Saison 2015/16 für ein Jahr bekommen hatte, musste sie nach der Bekanntgabe ihrer Schwangerschaft sofort … und das ist die Mutter Karin Oberhofer. Das ist die Biathletin Karin Oberhofer … zurück geben. Aber ihr Arbeitgeber, die Heeressportgruppe, stärkt ihr bei den Comeback-Plänen den Rücken. Immerhin hat es ein Gespräch mit FISI-Präsident Flavio Roda gegeben, das positiv verlaufen ist. Wenn Karin Oberhofer einen Athletik-Test besteht, kann sie ins Team zurückkehren. Sie hat noch nie auf Schnee trainiert und hofft nun, dass sie das bald einmal mit den Junioren machen kann. Die Rückkehr ins Wettkampfgeschehen ist für Jänner geplant, könnte aber auch vorgezogen werden. „Vielleicht kann ich schon im Dezember bei einem Italienpokal mitmachen.“ Bei den Olympischen Spielen in Sotschi hat Karin Oberhofer groß aufgetrumpft, nicht nur mit der Bronzemedaille in der Mixed-Staffel, sondern auch mit einem 4. Rang im Sprint und dem 8. Rang in der Verfolgung. Ein Start im kommenden Februar in Pyeongchang ist eher unwahrscheinlich, aber ganz abschreiben tut sie Olympia nicht. „Es ist nicht mein Ziel, aber im Hinterkopf ist es schon. Ich habe ja nichts zu verlieren.“ KARIN OBERHOFER Geburtsdatum und -ort: 3. November 1985 in Brixen Wohnort: Feldthurns/Ridnaun Sportgruppe: Heer 19

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