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Radius Wintersport 17/18

Lukas Hofer Vorfreude auf Olympia Ein Urlaub an einem Ort, wo es keinen Handy-Empfang gibt. Diesen heimlichen Wunsch manch gestresster Zeitgenossen hat sich Lukas Hofer im vergangenen Sommer erfüllt. Mit seiner Freundin war er auf der Gramai-Alm im Karwendel-Naturpark. „Es war sozusagen ein Alm-Wellness-Urlaub“, sagt Hofer. Ansonsten blieb ihm wenig Zeit für Urlaub. Kurze Abstecher nach Kroatien und an den Gardasee, das war’s. Gleich nach Saisonende hat er einen operativen Eingriff an der Nase vornehmen lassen. Nun sollte er endlich von den vielen Erkältungen verschont bleiben, die ihn in den vergangenen Jahren ständig geplagt haben. Ganz ohne Zwischenfälle ging es aber auch dieses Jahr nicht ab. Bei einem Ski-Unfall hat er sich das Innenband im rechten Knie angerissen. Geheilt hat er die Verletzung mit einer Eigenblut-Therapie, die immer häufiger bei Verletzungen angewandt wird und einen um 50 Prozent schnelleren Heilungsverlauf verspricht. „Bei mir hat es gewirkt“, sagt Hofer. Übrigens: Mit Doping hat dieses Verfahren nichts zu tun und es steht auch nicht auf der Liste der verbotenen Maßnahmen oder Substanzen. So konnte er schon im Mai wieder an einem zweiwöchigen Schneetraining in Norwegen teilnehmen. Danach stand bis Oktober nur noch Trockentraining auf dem Programm. Da ging es am Dachstein-Gletscher bei Ramsau erstmals wieder auf Schnee. Das Sommerprogramm konnte der 28-Jährige aus Montal voll durchziehen, ohne Zwischenfälle. „Besonders getaugt hat Biathlon mir das neue Krafttraining, das wir gemacht haben“, sagt Hofer. Natürlich sind die Olympischen Spiele sein großes Saisonziel, auch wenn er sagt: „Erst müssen wir schauen, ob wir überhaupt hinfahren.“ Er meint damit die politisch brisante Situation in Korea. Nordkorea, das atomar aufrüstet und sich mit der Großmacht USA anlegt, liegt nur 80 Kilometer vom Olympiaort Pyeongchang entfernt. Ansonsten aber freut sich Hofer auf die Spiele. Die Biathleten waren im vergangenen Winter schon dort. „Die Strecken taugen mir sehr. Es geht ständig auf ab, das mag ich. Der Schießstand ist leicht, aber sehr windanfällig“, beschreibt Hofer die olympische Biathlon-Anlage. Er mag es auch, dass alle Wettkämpfe am Abend stattfinden. Wenn er nach den Saisonzielen gefragt wird, nennt er nicht irgendwelche Platzierungen, sondern sagt: „Das erste Ziel ist, endlich nicht mehr krank zu werden. Und dann möchte ich einfach am Ende der Saison zufrieden sein mit dem, was ich geleistet habe.“ Zufrieden wäre er auf alle Fälle, wenn wieder eine Olympia-Medaille heraus schauen könnte, wie 2014 in Sotschi. Aber noch wichtiger ist ihm, konstant gute Leistungen bringen zu können. Die Wettkämpfe Mann gegen Mann (Verfolgung, Massenstart, Staffel) mag LUKAS HOFER Geburtsdatum und -ort: 30. September 1989 in Bruneck Wohnort: Montal Sportgruppe: Carabinieri SPORT C 2017 er am liebsten. „Aber jeder Wettkampf hat seinen Reiz“, stellt er klar, dass er auch Sprint und Einzelwettkampf mag. Im Biathlon war immer Raphael Poiree sein Vorbild. Der Franzose war Anfang dieses Jahrtausends der große Gegenspieler von Ole Einar Björndalen. Er hat viermal den Weltcup gewonnen und 44 Weltcupsiege gefeiert. Es gibt aber noch einen Sportler, den er ganz besonders bewundert. Es ist Christian Maurer. Der Schweizer aus Adelboden ist ein begnadeter Gleitschirmflieger und hat das „Red Bull X Alps“ schon fünfmal gewonnen. Das ist ein Wettkampf, bei dem die Teilnehmer mit dem Gleitschirm und zu Fuß die Alpen von Salzburg bis nach Monte Carlo überqueren müssen. „Wenn ich mit dem Biathlon aufhöre, dann möchte ich da unbedingt einmal mitmachen“, sagt Hofer, dessen größtes Hobby das Gleitschirmfliegen ist. 17

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