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Radius Wintersport 17/18

Skicross Siegmar Klotz Der beste Neuling Es gibt Tage, die nicht in die Geschichte eingehen. Und es gibt solche, die man nie vergisst. Für Siegmar Klotz war der 13. Mai 2017 so ein Tag – der Tag seiner Heirat mit Freundin Christa. „Das haben wir super getroffen, es war wunderschön“, schwärmt Klotz über den Tag der Hochzeit. Aktuell ist das junge Ehepaar dabei, am elterlichen Hof in Pawigl oberhalb von Lana ein neues Zuhause zu bauen, für 2018 ist der Einzug geplant. „Ich mache am Bau vieles selber. Ich bin für‘s Grobe zuständig, meine Frau für‘s Schöne“, lacht der 30-Jährige. Dass er wieder viel lacht, hat mit seiner Skicross-Karriere zu tun. Als Skirennfahrer hielten sich seine Erfolgserlebnisse eher in Grenzen. Sicher, da war ein Top- 10-Ergebnis in Kitzbühel (10. Super-G 2013). Aber da war auch ein 57. Platz in der Abfahrt von Gröden 2012, als er bei Neuschnee mit Nummer 2 völlig chancenlos war. Übrigens: Peter Fill war damals noch langsamer als Klotz. Im Frühling 2016 fiel dann die Entscheidung, auf Skicross umzusteigen. Die Heeressportgruppe als Arbeitgeber von Klotz ermutigte ihn zum Wechsel. „Mein Ziel war es, im ersten Jahr im Europacup Fuß zu fassen. Dass ich dann schon im 3. Rennen am Podest stehen würde, kam unerwartet. Mir war auf Anhieb ein Startplatz im Weltcup sicher, und Mitte Dezember 2016 in Arosa wurde ich bei meinem erst dritten Weltcuprennen Vierter.“ Eine Woche später in Innichen landete Klotz auf Platz 5 und im März in Kanada nochmals auf Rang 6. Die Auszeichnung zum „rookie of the year“, den besten Neuling im Skicross-Weltcup, war die Folge. Das ist Schnee von gestern. Der Fokus gilt dem Olympiawinter und einem Training, das sich gegenüber dem Ski alpin wesentlich unterscheidet: Gefahren wird Mann gegen Mann und nicht gegen die Stoppuhr. Zum anderen wird der Skicross-Parcours nicht vereist wie im Skiweltcup. Klotz: „In der Abfahrt zeigen die Sprünge immer nach unten, im Skicross dagegen gibt es Sprungschanzen, und bei den Elementen wie Ein begnadeter Ziehharmonikaspieler als Stimmungskanone: Siegmar Klotz. SPORT C 2017 Mehr Spektakel geht nicht: Siegmar Klotz (weißer Helm) beim Skicross-Weltcup in Innichen 2016, wo er Fünfter wurde. Wellen und Steilkurven braucht es viel Übung.“ Mit 40 Skitagen von Juni bis Oktober hat der begnadete Ziehharmonikaspieler den Sommer voll ausgenutzt, die Schwächen aber noch nicht ganz ausgemerzt: Trotz der Körpergröße von 1,89 Metern gehört Klotz nicht zu den schnellsten Startern. „Das Starttraining habe ich intensiviert, aber noch bin ich nicht da, wo ich hinwill“, ist er selbstkritisch. Das zweite Weltcup-Jahr für Siegmar Klotz beginnt wieder bei Null: „Ziel ist, an die Leistungen der letzten Saison anzuschließen“. Dies gilt besonders für den Heim-Weltcup in Innichen. „Das ist der Höhepunkt der Saison, neben Olympia natürlich“, erklärt Klotz. Weil die FISI die Qualifikationskriterien für Pyeongchang schwammig formuliert hat, kann sich niemand sicher fühlen: „Der sicherste Weg zu Olympia sind gute Weltcup-Resultate. Deshalb mache ich mir noch keine Gedanken“. Als Skirennläufer war Klotz 2013 bei der WM in Schladming dabei, bei Olympia noch nie. Das kann sich 2018 ändern. SIEGMAR KLOTZ Geburtsdatum und -ort: 28. Oktober 1987 in Meran Wohnort: Pawigl/Lana Sportgruppe: Heer 47

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